Rasen und dann?

Gärten – so sagt man – werden oft als Spiegelbild der Seele verstanden. Was wären die blühenden Lebensräume, wenn man sich nicht träumend ins Gras legen würde, in die Sonne blinzelt oder nur das grüne duftende Gras zart streichelt. So ein lebendiger grüner Teppich ist unbestritten eine herrliche Entspannungswiese. Wenn da nicht die Arbeit wäre. Wie schafft man das trotzdem - weniger Arbeit mit dem Rasen und mehr Freizeit?

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Soll man düngen?

In unseren Breiten kann im Normalfall während der gesamten Vegetation gedüngt werden. Der erste Wachstumsschub ist etwa von April bis Mai. Das ist die Zeit der höchsten Nährstoffaufnahme und Umsetzung in der Pflanze. TIPP: Die zweite Düngergabe kann etwa Ende Juni, die letzte im August erfolgen. Nach diesem System ist der Rasen rund ums Jahr optimal versorgt und dabei umweltgerecht ernährt, denn die Nährstoffe werden restlos von den Pflanzen verbraucht. Die Gräser können sich nach jedem Schnitt regenerieren und bleiben bei richtiger Pflege „grün“.

Foto: Hauert. - Das dreistufige Rasendünger-System fürs ganze Jahr: Progress "Kickoff", "Match" und "Finish"

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Foto: Hauert. - Vor der ersten Düngung oder Nachsaat im Frühjahr sollte der Rasen gemäht und ggf. auch vertikutiert werden.

Welche Rasensaat?

Aufgepasst beim Einkauf: Saat nicht gleich Saat. Wer sich spontan für "Billigangebote" entscheidet, erhält fast ausschließlich einfachste Grasarten. O.K., in den ersten Wochen beeindruckt diese Kaufentscheidung durch enormes Wachstum der Gräser, aber dann? Später ärgert man sich vermutlich über das restliche Grün, das noch nicht ins Gras gebissen hat. Es ist auch nicht leicht, Boden, Licht, Standort, Belastung, Preisvorstellung und den Wunsch nach pflegeleichten Flächen in Einklang zu bringen. Erschwerend kommt dazu, dass inzwischen fast hunderte Rasen-mischungen zum Verkauf angeboten werden. Fachberatung ist hier angesagt!

 

Foto: Hauert. - Um seine Produkte zu testen, unterhält das Unternehmen Hauert ein einzigartiges, fußballplatzgroßes Testgelände unweit des Hauptsitzes in Grossaffoltern.

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Foto: BGL. - Rasenflächen, die von einem Mähroboter gepflegt werden, sind stets in Topform.

Was, wann?

Bodenuntersuchung am besten im Februar/März (5.-13. Wo.) oder Oktober / November (42.-47. Wo.) Grunddüngung im Februar/März (5.-12. Wo.) oder September/Oktober (35.-43. Wo.) Bodenausgleich im März/Mai (13.-19. Wo.) Mähen von März bis November (13.-45. Wo.) Düngung /Langzeit am besten von März an (11. Wo.) Besanden entweder im April/Mai - Juni (18.-27. Wo.) oder im September (36.- 37. Wo.) Vertikutieren im April-Juni (16.-26. Wo.) oder September (36.-37. Wo.) Tiefen- lockerung eines Rasenbodens im April (16.- 20. Wo.) oder dann wieder im August (32.- 39.) Aerifizieren entweder im April (15.- 18. Wo.), Juni (23.- 26.Wo.) oder August (32.-36. Wo.)

Foto: Hauert. - Rasendünger bietet den Pflanzen alles Lebensnotwendige: Stickstoff, Kalium, Phosphor, aber auch Magnesium und Spurenelemente.