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Bienen und Nektar-Botanik

Honigbienen und Imker in Deutschland [1]  Auf Pollen- und Nektarsuche - In Deutschland gibt es etwa 90.000 (103.000) [2]Imker mit rund einer Million Bienenvölker. (700.000)[3] Insgesamt schwirren durch Deutschland geschätzte vierzig Milliarden Honigbienen. Das Sammelgebiet eines Volkes ist fast 50 Quadratkilometer groß. Bei guten Bedingungen fliegen Arbeiterbienen täglich bis zu 30 Mal aus und besuchen pro Flug 200 bis 300 Blüten. [1] http://www.br.de/themen/wissen/bienen-nutztier-landwirtschaft100.html - [2] ADIZ – Allgemeine Deutsche Imkerzeitung 4.2016 – Warum tun wir uns so schwer? , Seite 3 -[3] ADIZ – Allgemeine Deutsche Imkerzeitung 4.2016 – Warum tun wir uns so schwer? , Seite 3 -

Blütenstet ist gut

Nur die Bienen sind "blütenstet". Während die meisten anderen Insekten von Farbe und Duft angelockt von dieser Blüte zu jener Blüte fliegen, besuchen Flugbienen gezielt nur die Blüten der jeweilig gewählten Pflanzenart. Die Folge ist dann z.B. "Linden"-Honig oder "Raps"-Honig und eine viel höhere Bestäubungsrate, weil bei den anderen Insekten die Bestäubung nur zufälli zustande kommt.

Biologische Vielfalt

Eine einzelne Biene müsste für ein 500 Gramm-Glas Honig dreimal um die Erde fliegen. Bienen - Lebensnotwendig für Nutz- und Wildpflanzen[1] Bienen sind für die Nahrungskette des Menschen und für unser Ökosystem unverzichtbar. 20.000-30.000 Bienenarten weltweit[2] Rund 560 verschiedene heimische Wildbienenarten (darunter mehr als 35 heimische Hummelarten) sichern die biologische Vielfalt. Sie bestäuben Wild- und Kulturpflanzen und verhelfen ihnen so zu mehr Früchten.

[1] http://www.bmel.de/DE/Tier/Nutztierhaltung/Bienen/_texte/BienenImkerei.html;jsessionid=976F07A24D81D748F380E9ADC5E200AE.2_cid358

[2] Bienen Mitteleuropas – Gattungen, Lebensweise, Beobachtungen – Felix Amiet, Albert Krebs, Haupt-Verlag, 2012

 

Anspruchsvoll

Die Honigbiene nimmt eigentlich alles an, was blüht. Wildbienen sind dagegen Spezialisten, was das Nahrungsangebot betrifft, sie sind auf spezielle Arten angewiesen. Zunächst sollte also auch geklärt werden, welche Bienen überhaupt in meinen Garten kommen, damit ich nicht etwas anpflanze, was gar nicht benötigt wird und das Angebot dementsprechend anpassen kann. Wer die Zeit hat (oder sich nimmt) kann sich einfach mal in den Garten setzen und beobachten, welche Tiere dort überhaupt zu sehen sind. TIPP: Wichtig ist, keine gefüllten Blüten und züchterisch veränderte Sorten zu pflanzen, die für Bienen nutzlos sind.



Nektar-Botanik auch für den Garten

Sommer-Aussaat

John Langley´s Gartentipp: einjährige Blumen-Bienenweide.

 

Diese neue Blumenmischung ist eine einjährige, niedrig wachsende Bienenwiese aus 20 blühfreudigen Wild- und Kulturarten mit guter Habitateignung für Bienen. Alle Arten bringen im ersten Jahr eine gute Nahrungsquelle. Selbstaussaat für die Folgejahre möglich. Höhe: ca. 30-70 cm. Inhalt: Leguminosen: Alexandriner Klee, Bockshornklee, Hornklee, Inkarnatklee, Erdklee, Luzerne, Persischer Klee, Serradella. Kräuter und Blumen: Blaue Kornblume, Klatschmohn, Ringelblume, Roter Lein, Studentenblume, Buchweizen, Leindotter, Schwarzkümmel, Borretsch, Koriander, Wegwarte, Phazelie. Aussaatzeit: ab Ende April-Juni direkt an den Standort säen, wässern und bis zum Aufgang der Saat feucht halten Keimung: nach 10-16 Tagen bei 16-24 ° C Standort: sonnig bis halbschattig, alle mageren Böden Blütezeit: ab Juni bis zum Frost und bei Selbstaussaat auch in den Folgejahren

 


Sommer-Aussaat

John Langley´s Gartentipp: besonders vielfältige Blumen-Bienenweide

 

Diese artenreiche Bienenweide ist eine niedrig wachsende Mischung aus blühfreudigen ein– und mehrjährigen Wild- und Kulturarten. Ringelblume und Sonnenblume blühen überwiegend im Aussaatjahr. Anschließend prägen zweijährige Arten wie der Natternkopf und die Königskerze und mehrjährige Arten wie die Flockenblume und Kleearten den Bestand. Mehrjährige Stauden dominieren ab dem dritten Jahr das Erscheinungsbild. Höhe: ca. 30-80 cm. Das Blütenbild ändert sich im Verlauf der Kulturjahre, siehe Einzelbilder.

Inhalt: Schafgarbe, Dill, Färberkamille, Borretsch, Ringelblume, Kratzdistel, Kornblume, Wiesenflockenblume, Skabiosenflockenblume, Koriander, Wilde Möhre, Natternkopf, Fenchel, Echter Alant, Herzgespann, Margerite, Leinkraut, Moschusmalve, Wilde Malve, Ackervergißmeinnicht, Schwarzkümmel, Nachtkerze, Brauner Dost, Klatschmohn, Wilde Resede, Färberresede, Wiesensalbei, Kleiner Wiesenknopf, Großer Wiesenknopf, Traubenkropfkraut, Mariendistel, Echte Goldrute, Rainfarn, Wilder Thymian, Königskerze, Esparsette, Rotklee, Hornklee, Luzerne, Sandesparsette, Gelbklee, Weißklee, Purpurklee, Buchweizen, Sonnenblumen, Malve, Lein. Aussaatzeit: April-Juni an den Standort auf eine freie Fläche säen, wässern, bis zum Aufgang der Saat gut feucht halten - Keimung: nach 4-18 Tagen bei 16-24 ° C - Standort: sonnig bis halbschattig, alle Böden - Blütezeit: ab Juni bis zum Frost und in den Folgejahren - Inhalt: für ca. 5 qm


Sommer-Aussaat

 

Mein Gartentipp: einjährige Blumen-Bienenweide

 

Diese neue Blumenmischung ist eine einjährige, niedrig wachsende Bienenwiese aus über 20 blühfreudigen Wild- und Kulturarten mit guter Habitateignung für Bienen. Alle Arten bringen im ersten Jahr eine gute Nahrungsquelle. Selbstaussaat für die Folgejahre möglich. Höhe: ca. 30-70 cm.

 

Inhalt: Alexandriner Klee, Bockshornklee, Hornklee, Inkarnatklee, Erdklee, Luzerne, Persischer Klee, Serradella, Blaue Kornblume, Klatschmohn, Kalifornischer Mohn, Ringelblume, Roter Lein, Studentenblume, Buchweizen, Leindotter, Schwarzkümmel, Borretsch, Koriander, Wegwarte, Phazelie. -  Aussaatzeit: ab Ende April-Juni direkt an den Standort säen, wässern und bis zur Keimung feucht halten.  Keimung: nach 10-14 Tagen bei 16-24 ° C -  Standort: sonnig bis halbschattig, alle mageren Böden -  Blütezeit: ab Juni bis zum Frost und bei Selbstaussaat auch in den Folgejahren

 



Gärten von Meyer



Der Gartenbotschafter zu Besuch in der Landgärtnerei - es gab viele angeregte Gartengesprächen über düt un dat mit dem beliebten Experten. Der Strohhut, sein inzwischen weißer Bart sind seine äußerlichen Markenzeichen: John Langley, der aus Funk und Fernsehen bekannte Gärtner wirbt mit Witz, Charme und Kompetenz für ein entspanntes Gardening. Der waschechte Hamburger (lebt jetzt in Husum) mit dem walisischen Namen Pflanzenliebhabern plaudert gern über die Geheimnisse der Natur, verrät Tipps und Tricks in der Pflege von Garten-, Balkon- und Zimmerpflanzen und ist unermüdlich für mehr Naturverständnis on Tour.